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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

Wander-Tipp zu Lamnas
Melchsee - Sachsler Seefeld - Älggi - Chlisterli :

im keltisch-germanischen Siedlungsgebiet

Sachsler Seefeld - den Ort des Einklangs mit den Alpgeistern
Älgi - das geografische Zentrum der Schweiz


Anreise
Postauto Stöckalp
Stöckalp (1'073 m) - Melchsee-Frutt (1'902 m) : 3 Std
oder
Seilbahn Stöckalp – Melchsee-Frutt

Melchsee-Frutt (1'902 m) - Blausee (1'914 m) - Abgschütz (2‘263 m) – Sachsler Seefeld (1'833 m) - Älggi (1'636 m) : 2
½ Std
Älggi  - Bachegg (1'862 m) - Chlisterli (1'309 m) - Stöckalp (1'073 m) : 1
½ Std

  
Sachsler-
Seefeld-See
 

 Beschrieb
Wir wandern zuerst rechts in Richtung Blausee und von dort weiter gegen dem Hochstollen. Unterhalb vom Hochstollen zweigen wir dann rechts ab gegen das Sachsler Seefeld. Hinter der grasbewachsenen Abgschütz-Kuppe geht der Weg recht steil hinab. Kurze Felsstellen sind mit Tritten und Kabeln gut gesichert. Gleich darauf folgen wir rechts die Bergflanke und erblicken vom Chringengrätli das Sachsler Seefeld. Der Weg führt hinunter bis zum See-Ende, wo ein kleiner Pfad am anderen Ufer bis zum Seebeginn zurückführt.
Vom Seeufer wandern wir zurück und schwenken rechts auf die Naturstrasse gegen Älggi. Beim Abstieg gegen Älggi verlässt der Wanderweg auf linker Hand die Naturstrasse, um über die Weiden gegen die in dieser Landschaft erstaunlich flache Ebene weiter unten zu führen. Doch zuerst hinter lockeren Baumwuchs geht es noch eine recht hohe Felswand hinab. Die einzige abschüssige Stelle ist mit Kabel gesichert. Die kleine Anhöhe mit dem mathematischen Zentrum der Schweiz winkt jetzt auf die andere Seite der Ebene.
Vom Zentrum laufen wir zurück gegen die Fluhen und folgen dem Weg links gegen die Bachegg hinauf. Dort angelangt geht es wieder links weiter ins Tal vom Innenbach hinab. Auf diesselbe Talseite verbleibend, erreichen wir das Chlisterli. Im darauf folgenden Abstieg gehen wir auf rechter Hand und überqueren schon bald der Innenbach. Ein knapper Kilometer weiter sind wir bei der Talstation Stöckalp zurück.

 

 Sagenumwobene Bergwelt
D
ie ersten bronzeitlichen Spuren in der Zentralschweiz (Bronzebeile) wurden in Engelberg, Alpnachstad und Melchsee-Frutt gemacht. Sie belegen, das diese Täler mindestens seit 1'600 vor Christus begangen wurden. Die Namensgebung Frutt geht auf das gallo-keltische Fruta (= Bach), Froda (= Wildbach) zurück. Auch die Alp Tschuggelen weist auf einer keltischen Präsenz hin. Melchsee wiederum weist auf einer germanischen Besiedelung hin.
Dem Wanderer fallen wohl zuerst die malerischen Seen : Tannensee, Melchsee und Blausee bilden eine reizvolle Kette über die weitläufige, sanft-gewellte Hochebene. Obwohl die ersten zwei gestaut sind, integrieren sie sich sehr gut in der Landschaft.
 
Um diese alte Kulturlandschaft ranken sich auch viele Sagen.
Ein Älpler, der auf Melchsee das Vieh besorgte, stieg einmal auf den Hochstollen. Auf dem Rückweg rastete er noch eine Weile auf halber Höhe, als plötzlich das Wetter umschlug und Nebel vom Melchsee gegen den Berg hinaufstieg. Da hörte er auf einmal verworrene Stimmen. Mal näher, mal weiter entfernt erschallten da allerlei sonderbare Klängen und Lauten, denen er neugierig geworden auch versuchte nachzugehen. Dabei verlor er den Weg und schliesslich auch die Orientierung. Gewisse Stimmen gaben ihm den Anschein ihn führen zu wollen oder mindestens einen Hinweis auf den verlorenen Weg zu geben. Im dichten Nebel und steilen Gelände hatte er sich ganz unglücklich verlaufen. Plötzlich stand er vor einem tiefen Abgrund – ein Schritt mehr und er wäre hinabgestürzt. Und wieder hörte er Stimmen, diesmal hell kichernd : es waren die Nebelmännlein, die ihn an dieser gefährlichen Stelle verführt hatten. Nur mit Mühe und Not konnte er sich über das feuchte und rutschige Gras aus seiner misslichen Lage befreien. Mit Schauder dachte er fortan an die Nebelgeister und achtete sich mehr den Wetterverhältnissen. 
Auf dem Abgschütz durfte ich im Nebel wesentlich schönere Erlebnisse machen : aus nur vier Meter Distanz sichtete ich fünf Schneehühner.


Der malerische Blausee wird auch von den Fischern hochgeschätzt - im Hintergrund der Melchsee

Vom Chringengrätli erblicken wir das Sachsler Seefeld – ein schönes Beispiel einer Gletscherlandschaft mit Hügeln vor dem See, Seesenke und Riegel am Seeausgang. Hinter dem Schilfgürtel um den See erheben sich verschiedene Felsen und Moränenhügeln. Am auffälligsten erhebt sich eine doppelte Felsnadel. Sie hat die ausgeprägte Ausstrahlung, die Wächtergeister eigen ist. Die Stellung des Felsblocks ist ausserdem auch geomantisch von Bedeutung : der Fels steht gleich zwischen den steilen Hängen und den Alpweiden. Er markiert also den Übergang von der lebensspenden Erdscholle zur wilden Welt der Alpgeister.
Der See selbst ist ein wahres Schmuckstück.

Vom Sachler Seefeld ist ein originelles Sagenmotiv bekannt, dass besonders gut zu Lamnas und seiner Thematik von Einklang zwischen Menschen und Naturgeistern passt.  In der oralen Tradition berichtet man, dass sich damals die Alpgeister über den Alpaufzug freuten und den Sennen jauchzend entgegen kamen. Im Herbst aber hörte man sie mit Schreien und Wehklagen ihre Trauer ausdrücken. Manchmal begannen die traurigen Äusserungen bereits ein Paar Tage vor dem Abzug auf die Voralp. Einmal erlaubte ein Älpler einem Geist ihm auf der Voralp hinab zu begleiten. Nun nahm das Geistwesen die Gestalt eines alten Mannes an und eilte dem Zug voran. Eigenartigerweise lief es nicht bergab, wie man es erwartet hätte, sondern eilte blitzschnell von den Wiesen links zu denen rechts vom Weg. Zwischendurch hielt die Geistgestalt auf dem Weg an - immer den Leuten und Tieren voraus - und jauchzte denen entgegen. Als der Sennenzug auf die Voralp kam, schaute der alte Mann schon aus dem Fenster der Hütte. Dort blieb der Geist fortan auch.


Der Wächtergeist
 

Älggi : das geografische Zentrum der Schweiz
befindet sich auf 1'742m über dem Klein-Melchtal.
Würde man an einem Kartonmodell der Schweiz eine Nadel durch die Position von Ällgi stecken, wäre das Modell perfekt ausbalanciert. Der geografische Mittelpunkt der Schweiz wurde 1988 anlässlich der 150-Jahresfeier des Bundesamtes für Landestopografie ausgemessen. Genau genommen liegt der gemessene Punkt nur schwer zugänglich oberhalb der Felswand von Chli-Älggi. Der für Wanderer markierte und eingerichtete Punkt liegt nun 500m weiter südöstlich. Im Gedenkstein wird seit 2002 alljährlich der Name des „Schweizer des Jahres“ eingemeisselt. Im Jahre 2007 beispielsweise, gewann der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden diese Auszeichnung.
Der ruhige Platz ist eindeutig auch ein Ort der Kraft. Ringsherum erheben sich zahlreiche, grössere, stimmungsvollen  Felsblöcke, ebensoviele Kraftpunkte. Ausserdem sind diese Steine mit Karstauswaschungen verziert, die ihrerseits die Handschrift der Wasserkraft darstellen. Dadurch wird der Kraftort-Eindruck handfest bestätigt.
 

Chlisterli
Der vitale Innenbach hat zahlreiche Stufen und regelrechte Skulpturen aus dem Stein heraus gefressen. Vor Räsch sind die Fluhformen besonders schön ausgestaltet und stimmen den Wanderer auf den zaubervollen Wald ein, der darauf folgt. Die warme Luft verbreitet herrliche Düfte. Auf die andere Talseite sieht Stepfen wie das Ende der Welt aus : die abgeschiedene und wilde Alp liegt auf einer kleiner Kanzel steil und hochgelegen über das Melchtal, überragt von der mächtigen Silhouette der  Cheselenflue. Die Schlucht um Stepfen ist für einen so kleinen Bach wie der Innenbach eindrücklich tief und lässt darüber nachdenken, was hier wohl geschieht, wenn mal das Wetter tobt.

Nach dem schroffen und wilden Taleinschnitt vom Innenbach bietet Chlisterli eine ganz andere, deutlich sanftere Stimmung an. Ja es lädt wirklich zum Verweilen ein und da kommt die zierliche Klauskapelle etwas über unserem Wanderweg gerade recht. Mit Schindel bedeckt und gross genug für drei Bänke, hat sie einen kleinen Vorplatz mit Holunder.Von diesem Pausenplatz aus sind den starken Ortsgeist, die Sicht auf die nahe Stöckalp und den stolzen Huetstock ein wahrer Genuss. Die starke Ausstrahlung des Kraftorts Chlisterli findet ihren Ursprung nicht zuletzt an der Lage gleich ausgangs der Schlucht vom Innenbach. Geomantisch gesehen breiten sich hier die gebündelten Kräften der eingeschnittene Bergflanke und des Wassers aus und umspülen auf ihrem Weg talwärts als erstes die Umgebung der Kapelle. Weiter hinab, etwas unterhalb vom Alpgebäude Weissdorn erhebt sich eine Fichte mit sieben Antennen, die damit eine eindrückliche Bestätigung für die ausgeprägten Ortskräfte gibt.


Die zierliche Kapelle mit Schindeldach unter der mächtigen Bergkette

Im Wald unterhalb Chlisterli führt uns eine bemooste Treppe ins Reich der Buchen und Eschen und verrät dabei die Präsenz einer Quelle. Während die Bruder Klaus-Kapelle den Austausch zwischen Himmel- und Menschenreich gefördert hatte, öffnet sich mit der Quelle ein Austauschstor zwischen Unter- und Oberwelt. Gleich darauf entdecken wir einen Wasserfall, eine letzte, kleine Kostbarkeit auf unserer Wanderung, die mit der Ionen-angereichte, feuchte Luft dem müden Wanderer neue Energie spendet.
 

Sachsler-Seefeld, Älggi und Chlisterli als Feierorte für Lamnas
Diese Wanderung bietet eine Fülle von passenden Ritualplätzen für die Feier von Lamnas. Das Sachsler Seefeld wird in den Sagen als Ort beschrieben, wo die Alpgeister eine besonders freundliche Gemeinschaft mit den Sennen pflegten. Diese Harmonie findet sich auch in den lieblichen Seiten der Seefeld-Landschaft, wie in den rundlichen Formen auf der Alp Älggi wieder und passt ausgezeichnet zum verbindenden Charakter von Lamnas.
Die Alp Älggi als mathematisches Zentrum der Schweiz ist der Punkt, wo alle Ausdehnungen des Landes perfekt ausbalanciert sind.
Beim Kraftort Chlisterli findet sich mit Bruder Klaus als Retter der Schweiz und die starke geomantische Berglage eine perfekte 1.-August Kombination. Übrigens befindet sich
Flüeli-Ranft gleich ausgangs vom hier bewanderten Melchtal auf diesselbe Talseite wie Chlisterli.

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aktualisiert 14.07.2019
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