Wander-Tipp

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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

Frühsommer-Wander-Tipps
 im Naturtempel Rosenlaui


Anreise

Bahn ab Interlaken oder Luzern nach Meiringen, umsteigen auf den Bus nach Rosenlaui Kaltenbrunnen (vom 8.Juni bis 25.Oktober 2020),
bzw. nach Rosenlaui Gletscherschlucht

  
Chaltenbrunnen und Engelhörner, eine faszinierende Szenerie

 

Die Perlenkette um Rosenlaui
Rosenlaui und die Engelhörner befinden sich an der Grenze zum helvetischen Kalk. In dieser Umgebung sind auch Schiefer und Marmor vorhanden. Dadurch erstreckt sich der Naturtempel wie viele andere Orte der Kraft über geologische Störzonen. Orte der Kraft strahlen übrigens nicht das ganze hindurch gleich intensiv. Im Reichenbachtal ist der Kraftort-Charakter am ausgeprägsten zwischen Mitte Mai und Ende Juli. Die Rosenlaui-Gegend hat Vieles und Aussergewöhnliches zu bieten. Gleich beim Restaurant auf Scheenen Boden befindet sich die Haltestelle Kaltenbrunnen und danach auch ein kleiner gebührenpflichtigen Parkplatz. Von dort aus führt der nächste Weg links über Schwendeli gegen die Engelhornhütte - gegenüber auf rechter Hand gelangt der Wanderer zu einer der äusserst seltenen Moorlandschaft in der Schweiz, die nicht durch Menschennutzung verändert wurde - ein sogenanntes primäres Moor. Chaltenbrunnen liegt auf einer Terrasse und bildet dank der gesonderten Lage über Aare- und Reichenbachtal ein eigener Naturtempel - ein Reich der Moorelfen, wie es Pier Hänni so schön beschreibt (siehe Pier Hänni „Magisches Berner Oberland“ Seite 231 -
Links)


Über die Wegvariante auf linker Hand (Engelhornhütte) streifen wir durch einen stimmungsvollen Bergsturzwald, inmitten reizvoller Stein-Kleinlandschaften mit ausserordentlich reichhaltiger Flora. So wird der Wanderer bald von der bewegten Geschichte des Waldes und seiner mystischen Tiefe  eingenommen. Nach knapp einer Stunde öffnet sich im Walde die Lichtung von Schwendeli. In der Mitte der rundlichen Terrasse im ansonsten steilen Gelände erhebt sich ein eindrücklicher menhirartiger Stein. 

Er ist etwa 3-4 Meter hoch und
höchstens 2 Meter breit.

Am Morgen betrachtet, wirkt er
 wie
einen in der Landschaft
schwebender Kopf und ähnelt
den Steinriesen der Osterinsel.
Aber diese Erscheinung hier ist
durchwegs natürlichen Ursprungs.

Solche durch Bergsturz herangerollte Steine, von der Natur aufgestellte Findlinge oder durch Erosion freigestaltete Hohsteine beherbergen häufig starke Naturgeister.
In diesem Falle handelt es sich um einen sogenannten Wächterstein:
auf
der kleinen Aussichtsterrasse
wacht er
gutmütig über das wilde Tal.
Ebenso wacht er über den Durchgang
 zur Alp Gross Rychenbach und
 den Aufstieg zur Engelhornhütte,
wo mit Chanzeler, Hohwangstein und Graaggistein noch grössere Steinriesen
 die Wanderer kritisch bemustern.

Wächtersteine sind
kommunikationsoffene Geistwesenheiten, die dem aufmerksamen Besucher gerne mit Rat zur Seite stehen
 und Schutz für den Weiterweg anbieten.
Das kann durchaus zu schätzen sein, denn zur Zeit muss weiter oben noch mit Schnee gerechnet werden und vor der Engelhornhütte ist noch ein kleiner mit Kabel gesicherte Felsriegel zu bewältigen.


Gletscherschlucht Rosenlaui - geplanter Saisonstart 8. Juni 2020

Im Jahre 1771 wurde eine Schwefelquelle entdeckt und dadurch wurden Rosenlaui allmählich zum beliebten Badekurort. Das glamouröse Leben der feinen Gesellschaft aus der Belle-Epoque kann man im ungewöhnlichen und reich-verzierten Hotel unterhalb der Schlucht mit etwas Vorstellungskraft nachempfinden. Der Badebetrieb musste allerdings 1912 aufgegeben werden, da Erdbewegungen die Heilquelle verschüttet hatten.
Die Enge der Schlucht, ihre Tiefe und die tosende Stimme des Gletscherbaches sind einmalige Erlebnisse. Der Weg durch das imposante Naturschauspiel wurde 1903 eröffnet und führt durch malerische Grotten und an Wasserfällen von ungeheurer Wildheit vorbei.
Die Einschnittenge, die Nähe zum Felsen und zum wilden Wasser, das Eintauchen in ein gesondertes Licht- und Schattenreich sind nur einige Elemente, die den Besucher aus seiner vertrauten Normalität herausreissen, um ihn an die Schwelle zur Unterwelt zu führen. Schluchten ziehen Einem ganz „handgreiflich“ in ihrem Bann : das Rauschen des Wassers erfüllt die gesamte Umgebung, die erhöhte Luftfeuchtigkeit und die Kühle der Luft ergreifen den Besucher mit unmittelbarer Materialität.


eindrücklich wie sich der Gletscherbach im weichem Kalkgestein eingefressen hat.
An gewissen Stellen ist die Schlucht so eng, dass man vom Weg aus die gegenüberliegende Felswand berühren kann

Durch den Einschnitt des Flusses in die Erde, bekommen wir einen Einblick in tiefere Bodenschichten (alte Erdenzeiten) und in die Intimität der Erde-Göttin. Typischerweise bezeichnen die nordamerikanischen Indianer den Grand-Canyon als Mutterschoss. Betrachtet man die Erde tatsächlich als Frau, sieht eine von oben gesehene Schlucht offensichtlich wie ein Mutterschoss aus. In solchen Schluchten sind all die Eigenschaften und Widersprüche der Erdgöttin ausgeprägt erfahrbar : wilde Kraft ungebändigt und doch eingegrenzt, Geborgenheit und zugleich Einengung, Abgeschiedenheit des Ortes und Rauschen des Flusses.
 (siehe auch Pier Hänni „Magisches Berner Oberland“ Seite 237 -
Links)


beim Wegbeginn sehen wir welch wilder Wasserstrom aus der Schlucht schiesst
 

Zwischen Rosenlaui und die Schwarzalp führt ein Wanderweg entlang teilweise naturbelassene Bachlandschaften. Auf die andere Talseite erheben sich jene mächtige und ehrwürdige Bergahorne. Ganz hinten im Tal geht es auf die Grosse Scheidegg und der eindrücklichen Eigernordwand zu – ein Muss für alle Alpenentdecker des 19. Jahrhunderts.

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aktualisiert 15.05.2020
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