Wander-Tipp

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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

Herbst-Wander-Tipp : Gibelegg

Über den Drachenberg Gibelegg -
helle und dunkle Seiten geheimnisvoller Wäldern :  Fystere Grabe und Sunnhalde


unterwegs zum Drachenberg

Grunddaten und Anreise
Mit der Bahn bis Schwarzenburg oder Thurnen, von dort mit dem Bus nach Riggisberg und erneut mit Bus nach Rüti-Plötsch.

Rüti-Plötsch (893 m) – Burgerwald (1'077 m) – Gibelegg (1'121 m) : ¾ Std
Gibelegg – Flüeboden – Feli (967 m) – Fystere Grabe – Sunnhalde – Ferienheim Stiereweid (1'046 m) – Rüti-Plötsch : 2 Std

Beschrieb
Bei der Haltestelle Plötsch folgen wir zuerst dem Bus einige Schritte weit und wandern dann rechts hinauf dem Strassenschild Gibelegg-Haus nach. Angekommen beim Wald oben, gehen wir geradeaus hinein dem Wanderweg-Schild nach. Bei der nächsten Abzweigung links und bei der übernächsten rechts und gleich wieder links hinauf (den Gibelegg- und Wanderweg-Schildern nach). Über den Drachenkamm wandern wir stets geradeaus (den Feli- und Wanderweg-Schildern nach). Ebenso abwärts gehen wir stets geradeaus bis zum Holzunterstand, wo wir den linken Wegast wählen. Dann gehen wir zweimal geradeaus und bei der nächsten Kreuzung den kleinen Pfad links hinab. Kurz darauf treffen wir in der Lichtung von Feli und wandern links auf der Naturstrasse weiter. Nach dem Bauernhof Hinderi Feli führt die Naturstrasse im Wald. Immer etwa auf gleicher Höhe folgen wir der Naturstrasse. Nach dem Bachübergang verläuft die Strasse am Hang vom Fystere Grabe einem Felsband aus Nagelfluh entlang. In der Flucht vom Felsband verlässt ein kleiner Pfad die Naturstrasse und führt durch Gestrüpp leicht hinab auf einem kleinen Grat. Wir wandern zurück zur Naturstrasse und wandern rechts weiter. Immer auf gleicher Höhe bleibend - gehen wir nochmals rechts und erreichen bald die Forsthütte (Punkt 990). Kurz darauf führt uns auf linker Hand ein leicht ansteigender Pfad zu einer weiterer Naturstrasse und rechts haltend gleich aus dem Wald beim Ferienheim der Gemeinde Aarburg. Ein paar Schritte weiter treffen wieder auf der kleinen Teerstrasse, die wir vom Aufstieg her kennen. Nun folgen ihr wieder auf Rüti-Plötsch hinab.

Drachenberg Gibelegg
Die Gibelegg ist ein in ostwestlicher Richtung langgestreckter Hügel im Schwarzenburgerland.
 In verschiedenen Kulturen gelten Bergmassive oder auch verbundene Bergketten, die in ostwestlicher Richtung verlaufen, als Orte des Heiligen und der Mysterien. Diese so genannten Drachenberge vereinen in sich die verschiedenen Seiten der Lebenszyklen und drücken diese in diversen Landschaftskammern intensiv aus: eine Yin-geprägte, feuchte und dunkle Nordseite, eine Yang-geprägte, trockene und helle Südseite.
Beim Hinauflaufen auf dem Grat kann man den Stimmungsunterschied zwischen der düsteren Nordseiten und der hellen Südseite gut spüren und damit die Eigenheiten eines Drachenbergs gut nachvollziehen.
Diese Polaritäten in der Landschaft passen bestens zu den Themen von Samhain :
Leben und Wandlung.
Die Gipfelpartie von Drachenbergen ist auf die Sonnenbahn ausgerichtet, so dass am östlichen Ende die Energien des Morgens, des Frühlings und des Keimens vorherrschen, während am westlichen Ende die Energien des Herbstes die Stimmung prägen.
Auch die Drachenfigur lebt von einer polaren Spannung. Ungeheuer, die in Höhlen hausen, sind mit der Erde und der Unterwelt verbunden. Doch immer wieder pflegen die Drachen in himmlische Sphären empor zu fliegen und nehmen dadurch am Sonnenhaften und Göttlichen teil. Sie verkörpern in vielen Kulturen und Mythologien das Ursprüngliche, die rohen Kräfte der Natur und das Wilde. Sie werden mit Chaos, Zerstörung und Schöpfung in Zusammenhang gebracht.

In der Nacht zum 1. November fallen die unsichtbaren  Barrieren zwischen trivialer und spiritueller Welt. Von nun an steigt die Grosse Göttin in die Unterwelt hinab. Diese Grenze schliesst sich erst mit dem Einzug der Schneedecke. Jetzt ist darum eine günstige Zeit, um sich mit verschiedensten Gottheiten, Pflanzen- oder Tiergeister vertraut zu machen, innere Reisen zu unternehmen oder bei der Lösung von Problemen Hilfe zu erhalten.


über den Drachenkamm der Gibelegg

Kaum tritt er im Wald der Gibelegg, wird der Wanderer von der ausgeprägten Ausstrahlung dieses Lebensraums ergriffen. Die zweite Hälfte Oktober ist von der Farbenpracht des Laubbäume her besonders spektakulär.
Es lohnt sich aber immer die Anhöhe (Drachenkamm) langsam und aufmerksam zu bewandern, um die feinen Stimmungsunterschiede wahrzunehmen. Der kleine Weg hinab führt ins Mysterium : der Pfad ist wohl eng aber das alleine erklärt nicht, warum man das Gefühl bekommt vom Wald richtiggehend eingenommen zu werden. Die Sträucher scheinen so nah zu sein, viele freundliche Präsenzen tummeln sich ringsherum. Nach der Forsthütte begegnen wir in schnellem Wechsel ganz andere Waldstimmungen. Hier zeigt sich eindrücklich Wald ist nicht gleich Wald - eine überraschungsvolle Entdeckungsreise - vielleicht fällt Ihnen hier am Wegrand auch die diskrete Erscheinung der Tollkirsche auf. 


"Stern der Nacht"
das
geheimnisumwitterte Wesen der Tollkirsche - 30 x 40 cm gerahmt - Acryl auf Passpartout - April 2009

Bei Feli angelangt breitet sich einen Grossteil des Schwarzenburgerlands, das Mittelland, die Jurakette und im Süden die Gantrischkette vor dem Wanderer aus. Die Aussicht vermittelt ein heiteres Freiheitsgefühl.

Fystere Grabe und Sunnhalde
Nun kehrt unser Weg zurück der Gibelegg-Flanke entlang auf einer bequemen breiten Waldstrasse. Nach einigen Kurven im herbstlichen Wald wandern wir entlang eines über 200 Meter langes Felsband. Die vielen Geröllen im Fels verraten dieses als erstarrtes Flussbett, ja das ist sogenannte Nagelfluh. Die Ablagerungen aus urzeitlichen Flüssen enthalten auch teilweise Gesteinsarten, die es heutzutage gar nicht mehr im Alpennordhang gibt. In Nagelfluh-Gebiete kursieren immer Sagen über Zwerge, diese sind Hüter der Erdschätze. Die Schwingungen aller verschiedenen Gesteinen der Uralpen sind einzigartige Impulse, die wir hier aufnehmen dürfen, Schätze und Berührungen aus vergangenen Zeiten, die von den Naturgeistern wohlbehütet am Wegrand ein unscheinbares Dasein fristen. Kenner und sensitive Personen wissen diese zu schätzen (wie den Verb es eben ausdrückt!). Auf die andere Strassenseite öffnet sich der jähe Abhang zum Fysteren Graben. Dieser können wir noch ausgeprägter erleben in der Flucht vom Felsband, wo uns ein kleiner Pfad führt. Auf dem schmalen Grat am Ende der Nagelfluh-Formation geniessen wir einen einmaligen Ausblick auf Riffenmatt und den Schwendelberg, das Schwester-Hügelchen vom berühmten Guggershörnli. Auf die rechte Seite vom Grat, über den Fysteren Graben zeugen viele Mistelkugeln davon, dass auch die Vögel die übersichtliche Lage über das Biberze-Tälchen geniessen. Vögel sind übrigens Symbolfiguren der Erdgöttin, hier also sinnkräftige Botschafter der Erdmutter.
Die Polarität der Erdmutter drückt sich hier zufällig oder vielleicht nicht, in den Flurnamen aus : auf der Begegnung mit dem Fystere Grabe führt unser Weg durch die Sunnhalde - ein ungleiches Paar.


In der Linie der geistreichen Nagelfluh erfährt der Wanderer ein Höhepunkt dieser Landschaft

Die Gibelegg und insbesondere deren Südhang die sogenannte Sunnhalde erreicht sein jährliches Ausstrahlungsmaximum laufs Oktober-November. Ausserdem wird die Sunnhalde in dieser Jahreszeit seinem Namen voll gerecht und bietet dem Wanderer durchs nun gefärbte und spärlichere Laub schönste Ausblicke auf das Tälchen von Rüti und die nahe Gantrischkette an. An zwei Stellen stossen wir erneut auf die impulsreiche Nagelfluh und auf  Tollkirsche. Nach der Fosthütte und einem letzten Gang durch tiefgründige Waldstimmungen erlebt der Wanderer ein krönender Abschluss mit einem grosszügigen Ausblick auf dem Aaretal, dem Thunersee und dem Dreigestirne Eiger, Mönch und Jungfrau. An derartig eindrückliche "Landschaftsbalkone" spürt man, dass Ausblickspunkte auch Austausch- und Kraftpunkte in der Landschaft sind, wo sich unterschiedliche Kräfte vereinen.


grandiose Kulisse mit Thunersee und Dreigestirne : Eiger, Mönch und Jungfrau

Was das Auge wahrnimmt, überträgt sich auf den Geist - so fördert der Überblick vom Aussichtspunkt aus ebenfalls den inneren Überblick.
Mit Samhain stehen wir am Ende des keltischen Jahres - die Ernte (buchstäblich und bildlich) ist eingefahren, nun ist es an die Zeit die letzten Monate Revue passieren zu lassen. Lassen wir uns vom Zeitgeist des Herbstes tragen, um eine innere Reise anzutreten; übrigens
in der Nacht zum 1. November fallen die unsichtbaren  Barrieren zwischen trivialer und spiritueller Welt. Von nun an steigt die Grosse Göttin in die Unterwelt hinab. Diese Grenze schliesst sich erst mit dem Einzug der Schneedecke. Jetzt ist darum eine günstige Zeit, um sich mit verschiedensten Gottheiten, Pflanzen- oder Tiergeister vertraut zu machen, innere Reisen zu unternehmen oder bei der Lösung von Problemen Hilfe zu erhalten.

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aktualisiert 11.10.2019
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