Wander-Tipp

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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

Ostara-Wander-Tipp Steinhof (SO)

Berg- und Ebeneschwingungen zugleich spüren,
im Ausgleich zwischen Kälte- und Wärmekräfte Gleichgewicht einatmen.
In den Feldern das beginnende Vegetationsjahr begrüssen
und die heiteren Gefühlsregungen von Ostara
- Göttin der Morgenröte - geniessen.


Die Grossi Flue : ehrwürdiger Walliser im Mittelland

Grunddaten und Anreise
Länge 1½ km (hin und zurück) - Steigung: keine - Wanderzeit 25 Minuten insgesamt
Zug Herzogenbuchsee oder Solothurn, Bus Aeschi (SO), Bus Steinhof (SO)

 Beschrieb
Vom Zentrum des Weilers wandern wir gegen Süden - die Grossi Flue ist angegeben.
Der Feldweg vor der Grossi Flue macht nach ein paar Meter eine Kurve nach rechts,
etwas weiter gehen wir auf linker Hand und sehen schon bald die Chilchliflue.

Wer noch ein wahres Findling-Nest besuchen möchte, kann noch auf dem Steineberg.
Zurück an die Grossi Flue vorbei, wo der Feldweg wieder ins Strässchen mündet führt es rechts (sogenannte Holzstrasse) in die Ebene zwischen Hermiswil und Grasswil hinab. Von dort aus geht es wieder hinauf auf dem Steineberg, wo die Landkarte 26 grössere Findlinge anzeigt. Der eine in der Nähe des Höchstpunkts weist kreisrunde Vertiefungen auf - er ist als Schalenstein durch entsprechende Tafeln angegeben.

 Ein Walliser im Mittelland
Zwischen März und April besuche ich gerne Findlinge, Erdwerke und Burgruinen.
Solange die Wälder blätterlos dastehen, hat man freie Sicht auf viele spannende Schätze.

Der Weiler
Steinhof verdient sein Name von zwei beeindruckend grossen "Steinen" in unmittelbarer Nähe der Siedlung.
Die Grossi Flue ist tatsächlich der grösste Findling im Mittelland, der drittgrösste in der Schweiz. Der 1'200 Kubikmeter grosse und 3500 Tonnen schwere Gneisblock ist 180 km weit vom Val de Bagnes her auf dem Rhônegletscher ins Solothurnerland geritten. Dem mächtigen Bergstück wurde viel später von Menschenhand ein Menhir beigestellt, in modernen Zeiten kamen Bänke,Tisch und Feuerstelle dazu.
Sehr erfreut hat mich die Erklärungstafel bei der Grossi Flue, die dem Stein ein "Gesicht" bezeugt : sie werden dieses bei einem Besuch wohl auch entdecken.
Anfänglich kann man fast nicht anders als rings um den Findling zu gehen, ihn von allen Seiten zu bewundern. Dann fängt man an die Schwingungsunterschiede der verschiedenen Orte der "Anlage" wahrzunehmen : beim Menhir, um die Bäume, bei der Feuerstelle, mehr oder weniger weit vom Felskoloss stehend. Ja gerade in unmittelbarer Nähe zum Findling fällt nun die ausgeprägte Ruhe auf, die er ausstrahlt - eine wahre Wohltat. Die Seite mit dem Tisch ist besonders liebenswürdig, empfangend, ja beschützend.
Um die Ausstrahlung in allen Fazetten und Feinheiten zu geniessen, ist für den Besuch ein Wochentag ideal, weil man meist den Stein für sich allein hat.

Etwa dreihundert Meter weiter in den Felder befindet sich die Chilchliflue - ein erratischer Block, der für Fruchtbarkeitsriten genutzt wurde. Sehr vielen Findlingen schrieb man die Fähigkeit zu, Frauen den Kinderwunsch erleichtern zu können. Dazu mussten sie mit entblösstem Hintern über den Stein rutschen. Man sieht über den Errstein tatsächlich eine glatte, glänzende Spur von diesem Brauch.
Ich publiziere hier absichtlich kein Foto von diesem Findling : er hat mir das Fotografieren wohl erlaubt aber eine Veröffentlichung ausdrücklich abgelehnt. Ich frage Steine, Bäume, Wasserfälle, usw. immer um Erlaubnis zum fotografieren und ich respektiere die Wünsche dieser Wesenheiten (die Natur ist eben beseelt) immer.
Steinhof und seine Errsteine befinden sich auf einem Hügel rund 100 Meter über die umliegende Ebene im Süden von Herzogenbuchsee.
Solche etwas abgehobene und zentral-stehenden Anhöhen betrachteten die Kelten als Sitz der Landschaftsgottheit selbst und sie wurden dementsprechend mit viel Respekt und Ehrfurcht begangen.
Der Aufenthalt bei der Chilchliflue ist in der zweiten März-Hälfte besonders angenehm, ja richtiggehend stimmend. Hier fühlt man sich der Feldwirtschaft viel näher als bei der Grossi Flue. Mit dem Ausblick über ein noch weitgehend agrargeprägtes Mittelland spürt man der Zeitgeist der Tagundnachtgleiche, ist man dem Beginn der Vegetation auf unmittelbarer Tuchfühlung. Ebenso stimmend ist der frühere Zweck vom Findling, die Fruchtbarkeit. Die Chilchliflue ist ein idealer Ritualort um das Ostara-Thema, die Fruchbarkeit eben zu feiern, die Kräften von Frau und Feldern gleichermassen zu würdigen. Mit Ehrfucht und Respekt darf man beim Stein eine Weile meditieren - die heitere und beschwingte Präsenz der Morgenröte-Göttin Ostara geniessen.

Ideale Ritualorte für die Tagundnachtgleiche
Zwischen Burgdorf und Herzogenbuchsee hat der Rhonegletscher jene grosse erratische Blöcke deponiert.

Der Steineberg neben Steinhof gelegen (siehe unter Beschrieb oben) bietet mit 26 grossen Findlingen wohl die grösste Konzentration im Mittelland an.
Einer
davon möchte ich Ihnen gerne vorstellen. Als ich von oben herkommend ihn erblickte, begrüsste ich ihn. Freundlich hiess er mich willkommen und bat mich keine Foto von oben zu machen : ich werde unten angekommen ihn gut verstehen.

Oben unscheinbare, etwas flache Gestalt, zeigt er sich von unten gesehen 
als räuberischer Zackenbarsch, grimmig aus seinem Versteck hinausschauend.
Das ist sein Wesen, so will er wahrgenommen werden.
Auf dem Steineberg gibt es übrigens einen Themenweg mit Erklärungstafeln, eine beim Schalenstein in der Nähe vom Höchstpunkt.
Dank den Einträgen auf der Landeskarte kann jedermann den Findlingen einfach nachgehen.

Besonders an grosse Errsteine ist neben der imposanten Masse und der Reisegeschichte, das Gestein. Im Allgemeinen handelt es sich kristallines Gestein, die eine diametral andere Schwingung besitzt als der Sandstein vom Mittelland. Vielfach bestehen Findlinge aus Urgestein wie Granit, Porphyr und Gabro (magmatisch) oder Orthogneise.
Dank der Grösse und den kristallinen Schwingungen bilden die Errsteine um sich ein energetisches Feld - eine fremde Präsenz, die mit der Umgebung interferiert.
Die Tagundnachtgleiche stellt die Mitte eines Übergangs dar : von der kühlen und dunklen Jahreszeit in die warme und helle Jahreshälfte. In der Mitte stehen, bedeutet hier auch an zwei Qualitäten ausgewogen teilzuhaben. Diese Dualität erfahren wir bei Findlingen ganz unmittelbar. Die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Gesteinen erzeugen eine starke Resonanz zu der herrschenden Zeitqualität.
Um Findlinge prallen also jene Gegensätze aufeinander :

Umgebung Findling
sedimentäres  Gestein (z.B. Sandstein)kristallines  Gestein
wässeriger Ursprung :
im tiefen Gewässer entstanden
 
feuriger Ursprung :
im tiefen Erdschichten entstanden
 
stilles Energie-Muster vibrierendes Energie-Muster
kühles und ruhiges Prinzipwarmes und aktives Prinzip
Mittelland = EbeneAlpen = Berge
Winter Sommer
Findlinge sind also vielfach optimale Orte, um die Tagundnachtgleiche zu feiern.


Die Gestein-Eigenart von Findlingen haben auch Moose und Flechten längst entdeckt :
auf Errsteine wächst eine ganz spezielle Flora : seien Sie also vorsichtig.
Moosteppiche sind auch Schlösser und Wohnstätte des kleinen Volks
und beherbergen auch eine Menge Kleinlebewesen.
Filigrane und kunstvolle Mooswerke zieren viele Kraftorte
und weisen den sensiblen Mensch auf Schätze hin,
die gar nicht mit den Augen erfasst werden können,
sondern nur mit einem offenen Herzen.

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aktualisiert 13.03.2020
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