Orte der Inspiration :
Moorlandschaft Habkern-Sörenberg

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Die Moorlandschft Habkern-Sörenberg
Sie ist mit gut 85 km2 Fläche die zweitgrösste Moorlandschaft der Schweiz.
Auch sie hätte einen Naturpark werden können, doch viele Bauern hatten Angst,
dass dabei die Naturschutzmassnahmen verstärkt würden und stimmten deswegen gegen das Projekt. Wie auch immer sie gehört zu den vielfältigsten, urtümmlichsten und ausgeprägt mystische Landstriche der Schweiz.
Die angetroffene Vielfalt basiert nicht zuletzt auf den Untergrund, der sowohl das Landschaftsbild, wie auch die Stimmung wesentlich prägt. Der südliche Teil von Habkern über die Lombachalp bis Sörenberg weist die typisch rundlichen Formen der Flyschlandschaften und eine ausserordentliche Dichte an verschiedenen Moortypen auf.
Der nördliche Streifen seinerseits kontrastiert mit dem wesentlich schrofferem Relief der Schrattenkalk- und Sandstein-Formationen, bzw. von Sieben Hengste und Hohgant.
Die Region bietet eine unglaubliche Fülle an verschiedenen, herrlichen Wandervarianten an - meine Favoriten dabei sind folgende vier Eckpunkte.

Seefeld, Sieben Hengste, Hohgant, Möser
Um die Sieben Hengste zu erreichen starte ich üblicherweise in Habkern.
Dabei durchstreife ich zuerst das sagenumwobene Seefeld.
Die Alp ist in von Felsbändern, Wald, Brüchen und Baumgruppen in unzähligen kleinen Kammern unterteilt. Auf engstem Raum wechseln sich Gräben, kleine Tümpel, lichten Baumbestände und offene Geländeterassen mit Blick auf das Dreigstirne Eiger-Mönch-Jungfrau ab. Man wandelt von Kleinode zu Perle und ist auch nach jenen Besuchen immer wieder von Neuem entzückt.
Das Seefeld ist voller Überraschungen und spürbar belebt.
Einigen Besucher zeigt es sich sogar in gar konkreter Form.
Kraftort Berner OberlandBild artfox.ch
mitten in der Wildnis vom Seefeld
erhebt sich stolz das Gesicht
von einem Naturgeist
 

"Baumgeist"
frontal beleuchtet
50 x 60cm - Acryl auf Esparto-Bütte - 2006
 

Die tagsüber hautnah spürbare Mystik der Landschaft
erfährt nachts eine weitere Steigerung : das Seefeld wird auch von der Wilden Jagd heimgesucht und diese fegt alles kurz und klein, was sich auf ihrem Weg stellt oder sie schliesst die unvorsichtigen Menschen in den Reihen ihrer unruhigen Seelen ein.

Eigentümlich erodiertes Felsband im Seefeld oder ist es Knochensubstanz - Hinterlassenschaft der Wilden Jagd? (siehe auch
Magische Schweiz,
bzw. "Magisches Berner Oberland" von Pier Hänni
Links)

Die mächtige Ausstrahlung vom Seefeld hat mir jene Bilder inspiriert,
darunter folgende zwei interaktive Bilder.
 
„Seefeld-Mond“
30 x 40 cm - Acryl und Impasto mit Bimstein - 2000
links wie rechts ein und dasselbe Bild!
links seitlich
beleuchtet
rechts
frontal beleuchtet
mehr über interaktive Bilder, die sich je nach Tageslicht verändern
 
„Seefeld-Engel“
35 x 50 cm - Acryl und Impasto - 2000
links wie rechts ein und dasselbe Bild!
links frontal, rechts seitlich
beleuchtet
mehr über Impasto und Bilder aus der Schaffensperiode
1999-2017 handfest-sinnlich

 

Über das Seefeld betritt der Wanderer ein weitläufiges, ebenes Sandsteinband :
das Wagenmoos mit jenen kleinen und grösseren lauschigen Tümpeln.

Darüber öffnet sich die Landschaft zum breiten strahlenweissen Bergrücken der
Sieben Hengste


Der Gipfel der Sieben Hengste inmitten der Cernunos-Verwachsung einer Fichte -
der Hirschgott Cernunos war Hauptgottheit der Kelten,
solche Wuchsformen markieren besonders starke Orte der Kraft :
hier über dem Grünebergpass, im Aufstieg gegen die Trogenalp.


Die Schrattenlandschaft der Sieben Hengste besticht durch vielfältigen
Karstformen, fossilisierte Muschelvorkommen (siehe Siebe Hengste) und
vor allem durch seine einzigartige Ausstrahlung.

 

Hohgant
Ein weiterer Favorit unter meinen Wanderungen startet ebenfalls in Habkern, führt über Traubachalp, Trogemoos, Trogenalp, Innerbärgli, Aff zum Hohgant hinauf, und zurück übers Gopital und Traubachalp auf Habkern. 

Die kleinräumige Vielfalt und Magie der Trogenalp ist mit derjenigen vom Seefeld durchaus vergleichbar.


Dann mittendrin diese Überraschung : der weisse Schrattenstreifen vom Innerbärgli -
rechts im Hintergrund der Spitz vom Aff, ganz rechts der kahlköpfige Hohgant.


und unterhalb vom Hohgant dieser herrliche Ort der Kraft : das Gopital
Möser
Auf die andere Hohgant-Seite breitet sich das Quellgebiet der Emme aus. Um Möser verkörpern Allgäu, Habchegg und Lombachalp dieser sanfte Flysch-Landschaftstyp
auf herrliche Weise. Flysch ist durch Erdrutsche in den steilen Küsten der Urmeere entstanden und neigt heute noch häufig dazu. Diese bewegende Eigenschaften
verleihen der Flysch-Landschaften eine dynamisierende Wirkung,
die unbewusst von den Besuchern geschätzt wird. 
 

Überall erheben sich besondere Bäume, gerade am Fuss vom Hohgant sind sie zahlreich und teilweise üben sie eine Wächterfunktion in der Landschaft aus.


So fand ich ganz natürlich die Inspiration für "Der Wächter"
50 x 70cm - Acryl mit Quarzsand - 2001

 

Dieser Wächter ist hier eindeutig der Chef.
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weitere Orte der Inspiration : Naturpärke, Unesco-Gebiete, Moorlandschaften...
Naturpark Gantrisch mit SchwarzseeNaturpark Greyerz Moléson
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Unesco Biosphäre EntlebuchUnesco Welterbe
Monte San Giorgio
Moorlandschaft Habkern-Sörenberg
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aktualisiert 08.07.2016
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