Wander-Tipp

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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

 und einige heisse Tipps ebenfalls auf

Sommer-Wander-Tipp Seehorn :

Seehorn: ein heiliger Berg und am Bergsee ein alter Ritualplatz - Goldminen, Lärchengold
und die intensiven Energien um einen geologischen Bruch


Anreise
Zug nach Brig, Bus nach Gondo, Bus bis Zwischbergen Sera (oder Bord)

° Zwischbergen Bord (1359 m ü.M.) – Stuba – Furggu (1872 m ü.M.) – Seehornsee (2027 m ü.M.) – Seehorn (2438 m ü.M.) : 4 Std

°°  Seehorn – Seehornsee – Furggu – Stuba Zwischbergen Bord: 1
½ Std oder
°° Seehorn – Seehornsee – Furggu –
Feerberg Gabi (1228 m ü.M.): 1
½ Std


geheimnisvolle Stimmung am
Seehornsee
 

 Beschrieb
Autofahrer finden Parkmöglichkeiten gleich nach dem kleinen Stausee. Von hier aus folgt man am Besten der kleinen Strasse am Fluss entlang und findet nach knapp 500 Meter auf rechter Hand ein beschilderter Wanderweg. Nach kurzem Aufstieg führen die Markierungen links entlang der Teerstrasse zu Zwischbergen Bord hinauf. Von der Bushaltestelle (mit Kapelle und Restaurant) wandern wir rechts durch die Matte auf die Seehorn-Pyramide zu. Der sogenannte Stockalper-Weg führt uns im stetigen Anstieg zur Passhöhe Furggu hinauf. Dort auf der Strasse treffend gehen wir einige Schritte rechts und zweigen erneut auf rechter Hand zum Seehorn ab.
Nach dem Abstieg vom Seehorn haben wir in Furggu die Wahl entweder denselben Weg wie beim Aufstieg gegen Zwischbergen zu nehmen oder nun rechts über Feerberg auf die Simplon-Seite nach Gabi hinabzuwandern.


stolze Pyramide vom Seehorn  - Blick von Zwischbergen Bord aus


Zwischbergen
Der Name sagt's. Dieses Tal liegt zwischen den Nordhang- und den Südhangtälern der Alpen. Die isolierte Landschaft birgt gerade dadurch viele Vorzüge. Durch den Taleinschnitt wird der Grat des Alpenkamms zu einer einmaligen Kammer, einer Welt für sich, einer Oase der Ruhe und einer Schatztruhe der Biodiversität. Nach der eindrücklichen Schlucht von Gondo erlebt der Besucher auf der schmalen Strasse ins Zwischbergental  eine weitere Steigerung ins Spektakuläre. Die Stimmung im Tal lässt es sofort spüren: hier ist Abgeschiedenheit vorherrschend, hier leben nur noch sehr wenige Menschen. Ruhe hat hier einen mächtigen und tiefgründigen Charakter, eine über das menschliche Dasein hinausragende urtümliche Dimension. Das war aber längst nicht immer so: früher lebten etliche Familien von der Landwirtschaft, vom Saumverkehr und vom 17. bis zum 19. Jahrhundert von den Goldminen. Diese befinden sich nach den spitzen Wegkehren am Hang gegenüber dem Weiler Stalden. Bevor die Strasse durch die Gondoschlucht gebaut wurde, führte der Saumverkehr zwischen Brig und Domodossola eben über Feerberg, Furggu, Zwischbergen und den Passo di Monscera. Zuhinterst im Tal gab es ein weiterer Saumpfad über den 3'268m hohe Zwischbergenpass nach Saas-Almagell. 
Auf dem Weg nach Furggu wandern wir auch an Häusern und ein schmuckes Helgehüsli vorbei - Zeugen anderer Zeiten. Überhaupt ist der zwar steile Weg durch den Wald angenehm abwechslungsreich. Auffallend sind u.a. die unzähligen Schmetterlinge und allgemein die Artenvielfalt.


Naturtempel Seehorn
Mit den von Trockenmauern umzäunten Weiden und den schnörkellosen Steinhäusern mutet die Passhöhe von Furggu eher streng. Danach ändert sich allmählich die Stimmung . Lärchen in frischen Grün gekleidet bilden lockere Gruppen und teilen die Alpwiesen kleinräumig auf. Je weiter oben man gelangt umso ausgeprägter strahlen die einzelnen Landschaftskammer Kraftort-Charakter aus. Diese energetische Steigerung erreicht richtiggehend sakralen Ausmass beim  See, der urplötzlich vor dem Wanderer liegt. Die Pausezeit um den See kann kaum lange genug sein so Vieles gibt es hier zu geniessen: die je nach Standort unterschiedliche Seestimmungen, das Ballet der Gräser im Wasser, die geheimnisträchtigen Lärchengruppen und die eindrucksvollen Weitblicke ins Zwischbergental, gegen den Simplon und die italienischen Weiten.


Kraftort-Hügel beim See

Der Weg zum Gipfel ist gut begehbar, nirgends abschüssig, erfordert aber etwas Ausdauer. Über die Baumgrenze ändert sich die Stimmung nochmals: der Pflanzenbewuchs ist deutlich karger, der Wind spürbar rauher, das Gestein in grösseren Geröllhalden neben dem Weg unübersehbar. Der Wandel der Landschaftsstimmung ist ausgeprägt und es braucht schon seine Zeit, bis der Wanderer sich dessen wirklich bewusst wrd und dank dem langsamen Aufstieg verändert sich auch die Empfindung des Kraftort-Besuchers. Die Sonnenwende-Gefühle, die beim beim See zu einer Ode an den Höhepunkt der fruchtbaren Jahreshälfte hochjubelten, wandeln in die Suche nach der spirituellen Gipfelerfahrung. So gesehen ist die Länge des Aufstiegs eigentlich förderlich, um sich auf diese abstraktere Erfahrungswelt einzustimmen.
Heutzutage erhebt sich auf dem Seehorn-Gipfel eine Natel-Antenne. Um den Berg und seine geomantische Bedeutung in der Region zu verstehen, lohnt sich der Aufstieg trotzdem. Zum Glück wurde die Antenne per Helikopter errichtet und der Berg von einem Strassenbau verschont. Die Steinböcke habe ich übrigens über diese Betonbauten genauso ungeniert hüpfen gesehen, wie durch die Felswände unter dem Gipfel. Das Seehorn ist ein geomantisches Zentrum: es ist nicht Teil einer Bergketten, sondern steht hoch über die Gondo-Schlucht als einzelne Erhebung zwischen den Tälern zum Simplon, das Zwischbergental und Furggu. Es hebt sich also ringsherum ab. Mit seinen drei dreieckförmigen Flanken besitzt das Seehorn dieselbe Pyramidenstruktur wie das Kristallgitter vom Diamant. Die drei Dreiecke setzen das Seehorn in Verbindung mit der Erdgöttin, deren heilige Zahl die Drei ist. Diese Signatur und die zentrale Lage sind zwei Gründe, die Seehorn und Seehornsee als ideale Ritualplätze auszeichnen. Vom Eindruck her bin ich überzeugt, dass diese Orte der Kraft früher kultisch genutzt wurden. Da ja die Goldminen bereits zu römischen Zeiten bekannt waren, deutet darauf, dass die Gegend schon früh bestens bekannt war.
Die Nähe zum grossen geologischen Bruch des Simplons spielt wohl auch eine Rolle in der Energie-Intensität des Naturtempels Seehorn. Diesen Bruchflächen entlang gelangen Gase und Energien von den tiefsten Schichten der Erde in unserer Welt.

 


Verehrte Berge
Berge sind die „erhabenen Landschaften par excellence“. Regelmässige und/oder
auffällige Formen verleihen einer Berggestalt grundsätzlich eine besondere Ausstrahlung. Pyramidenförmige Berge beeindruckten die Menschen seit jeher stark, man denke dabei nur ans Matterhorn...
Das eindrückliche Stanserhorn, der Niesen am Thunersee sind pyramidenförmige
und ebenfalls besonders beliebte Berge. Die weitherum dominanten Pilatus und Rigi haben das Herz der Bewohner und die Sagenwelt nachhaltig geprägt.
Berge geben meist über Felsen einen Einblick ins Gestein, in die verborgenen Qualitäten der Landschaft.
Der Aufbau und vor allem das Gestein selbst spielen nämlich einen ebenso grossen Einfluss auf die Ortsstimmung, wie die Landschaftsform.
Auf dem Seehorn werden wir von den kristallinen Strukturen des Zweiglimmergneisses mit hohen Energien aufgeladen.
 

 


Geistreiche Signaturen

Verwachsene Lärche mit Seitenstamm


Beim Abstieg vom Seehorn hat der Wanderer Gelegenheit, die Lärchen genauer zu beobachten. Es gibt in der Umgebung etliche Exemplare mit Verwachsungen, die damit darauf hinweisen, dass die Naturkräfte der Gegend ausgeprägt sind. Derartige Nebenstämme
und Wachstumsbesonderheiten sind Ausdruck der Naturgeister, Signaturen der im Verbogenen herrschenden Kräfte. In der Sonnenwendnacht öffneten sich nach den alten Sagen die Berge. Elfen, Drachen, Zwerge, Feen und andere Wesen traten nun unter die Sterblichen, brachten guten Rat und zeigten den Menschen gar verborgene Schätze.
Die Hügelchen rund um den See laden zum Wandeln ein, doch der dichte Heidestrauchbewuchs bremst den Übermut: so ist bedächtiges Vorangehen angesagt, was wiederum Entdeckungen begünstigt. 

 

 

Signatur: das Windspiel auf dem See
Signatur: der Alligator im Teich
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aktualisiert 12.06.2026
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