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| Beiträge-Volltexte : vom letzten bis zum Startschuss |
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| 15.12.2016 | **************** | Thema: la vie d'artiste |
ausdruckreiche Undeutlichkeit In den letzten Jahren habe ich in meinen Bildern öfters ganz bewusst auf detaillierte Darstellungen verzichtet. Damit der Betrachter von einem Bild überzeugt wird, braucht es während der Kreation eine echte Inspiration : so entstehen Farbverläufen in denen sich allerlei Formen, Gesichter und Landschaften offenbaren. Besonders schön dabei ist, dass jeder seiner eigenen Persönlichkeit entsprechend etwas anderes sieht. Je mehr Details vorgeben sind, je mehr wird die Fantasie der Betrachter in einem Korsett eingefangen : so beflügelt die Undeutlichkeit die Gedanken ein jeder.
 Abstrakt oder Landschaft voller Rätsel? "Das Licht aus der Au" 60 x 40 cm gerahmt - Acryl auf Torchon - November 2014 |
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| 11.09.2016 | **************** | Thema: la vie d'artiste |
Jeder Bogen ein Unikat : meine aktuellen Lieblinge Es gibt unzählig viele Papier-Qualitäten, manche davon werden mit dem Wasser der Acrylfarben richtiggehend "lebendig" - genau das erwarte ich von einem guten Papier und dies mit gutem Grund. Papier wird üblicherweise aus Lebendigem hergestellt, nämlich Pflanzenfasern : Papyrus im alten Ägypten, Fichten-, Buchen-, Eukalyptus- und Pappelholz für moderne Anwendungen, Baumwolle für hochwertige Aquarellqualitäten, aber auch Seidelbast in Asien, Stroh, Bambus, Esparto-Wüstengras, Zuckerrohr, sowie Bastfasern verschiedener Sträuchern für Japanpapier.
 Drei meiner Lieblingspapiere : links oben aus Esparto-Wüstengras, links unten und rechts mit unregelmässig groben Baumwollfasern. Alle drei werden beim Trocknen nur geringfügig gepresst und darum können Farben darin eindringen und sich im Nass-in-Nass-Verfahren relativ frei ausbreiten. Je natürlicher und unregelmässiger die Fasern sind, umso spannender erfolgt die Ausbreitung der Farbe im Papier. Das heisst aber auch, dass die Farbeffekten unberechenbar sind. Entsprechend bin ich gefordert einen Weg zwischen meinen Vorstellungen am Bild und das im Nass-in-Nass-Verfahren langsam Entstehende zu finden. Ich muss einerseits die Farbverteilung lenken und zugleich Unerwartetes zulassen, bzw. in meinem Konzept einbauen können. Der Papierhersteller wirbt mit Recht mit dem Slogan "Jeder Bogen ein Unikat" und genau das schätze ich. "Unbewegliche" Papiere, die einfach nur das umsetzen, was man von ihnen erwartet, sind mir einfach zu langweilig. Andererseits bedeutet es, dass geglückte Effekte nicht wiederholbar sind - die unterschiedliche Beschaffenheit der Papierbögen und die grundsätzliche Spontaneität vom Nass-in-Nass-Verfahren lassen es ganz einfach nicht zu.
 Scheinbar einfach und doch einmalig heiter ausstrahlend, die Naturpigment-Verteilung im Hintergrund dieser Esparto-Bütte. "Der Weg ins Licht" 35 x 50 cm gerahmt - Acryl auf Esparto-Bütte - Februar 2013
 Die dynamische Farbverteilung in diesem Bild entstand im Dialog zwischen einem tief empfundenen Liebesgefühl für meinen "Vogelgarten" in Wyden und die einmalige Beschaffenheit der Baumwollbütte. "Gefiederter Gesang" 40 x 30 cm gerahmt - Acryl auf Schöllerhammer Torchon Nr.12 - November 2015 |
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| 09.09.2016 | **************** | Thema: Spiritualität Thema: Orte der Kraft |
Jedem Gebet sein passender Ort der Kraft In diesen Ferien hatte ich das Glück jene imponierende Orte der Kraft zu entdecken. Kennen Sie Solothurn? Ich habe die Stadt an der Aare erst jetzt kennengelernt und war vom mediterranen Flair an der Aare und von der schmucken Altstadt begeistert. Insbesondere hat mich die klassizistische Architektur mit viel Weiss in der Kathedrale St. Ursen sehr beeindruckt. Dabei stellte ich mich die Frage inwieweit die Architektur das Gebet beeinflussen kann, wie unterschiedlich sich der Gläubige vor dem Herrn fühlen muss je nach Gestaltung vom sakralen Raum. Ich habe also der Kathedrale eine Wallfahrtskapelle aus dem Freiburgerischen gegenübergestellt und... ja machen Sie sich selber ein Bild. Die zwei folgenden Kulträume könnten kaum unterschiedlicher sein und trotz allen Differenzen sind beide gleichsam spürbar von Kraft erfüllt. |
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Majestätischer Aufgang zur Kathedrale : sie erhebt sich, passend zur Diplomatenstadt, als brillanter Höhepunkt über Aare und Altstadt. | Bescheidene Wallfahrtskapelle Notre-Dame des Grâces in Montévraz - ein Schmuckstück |
 grosszügig und feierlich - strahlend und erhaben ein Hohelied aufs die Himmlische Macht Gottes : Chor und Kuppel der Kathedrale St. Ursen. |
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Schwungvolle und originelle Raumeinteilungen, die Grösse und Mysterien des Allmächtigen erahnen lassen: faszinierender Weg in die Spiritualität. | Ein Ort wo die Mutter Gottes sofort als Vertrauensperson, ja beinahe berührbar zu sein scheint und offen ist für die intimsten Sorgen. |
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| 05.08.2016 | **************** | Thema: la vie d'artiste |
Unwiderstehlich! ...war für mich das Sommerangebot meines Hauptlieferanten für wenige Franken drei neue Aquarellpapiere auszutesten. So habe ich einmal mehr zugegriffen! Nun habe ich über 40 verschiedene Papierqualitäten.
Ich habe auf Holz, Alu, Acrylglas und Steinplatten gemalt, aber ich bevorzuge definitiv Papier : ein gutes Papier reagiert mit der Farbe und verleiht ihr Lebhaftigkeit, ja zusätzliche Dimensionen. Für jedes Bild suche ich eben zuerst nach dem passenden Papier.
 Vier Papierqualitäten aus reiner Baumwolle hergestellt, daher die Bezeichnung "Torchon", von links beginnend die drei neuen : glatt, feinkörnig und grobkörnig, ganz rechts eine Qualität mit Leinwand-Struktur. Die Struktur wird durch Pressen der frischen Fasermasse erzeugt.
 Das feine Korn vom Papier belebt den Hintergrund und unterstreicht zugleich die zarten Farbnuanzen. "Sol invictus" 50 x 40 cm - Acryl und Tuschefeder auf Torchon - 2004
 Die ziemlich grobe Papierstruktur verleiht dem Bild und den Perleffekten eine Dynamik, welche die Lebhaftigkeit vom Wasserfall perfekt erweitert. „Erneuerung“ - frontal beleuchtet - 48 x 60 cm - Acryl auf Torchon - 2002 |
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| 08.07.2016 | **************** | Thema: Wanderungen und Inspiration |
Lebenskraft mit den Augen tanken Es ist wieder soweit : der Bergsommer bietet eine atemberaubende Vielfalt an Farben und Formen an. Ich staune jedes Jahr von Neuem und kann mich kaum satt sehen an all diese Wunderwerke. So ziehe ich Juni-Juli einige Landschaften wegen dem ausgeprägten Blumenreichtum vor, namentlich im Naturpark Diemtigtal um die Wiriehore, das Seefeld bei Habkern, im Naturpark Gantrisch der Widdersgrind, die Silberenalp im Muotatal oder zwischen Jaunpass und Simmental der Hundsrügg.
 einzigartig reiche Blumenmatte auf dem Hundsrügg
Die Augen weit geöffnet, tanke ich Energie und Eindrücke auf, die erst später als bunte Kraft aus vielen meinen Werken heraussprudelt.
 „Austausch“ 60 x 40 cm - Acryl auf Aquarellkarton - 2013 Zwischen links und rechts tauschen sich Blau- und Rottöne aus, der rechteckige Strahlenbündel mit den Bögen im Hintergrund, Strenge und Freiheit... |
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| 26.06.2016 | **************** | Thema: Jahreszeiten und Rituale Thema: Orte der Kraft |
Höhepunkt der Sonnenbahn Ich halte es ein bisschen wie die alten Kelten : ich gebe mir gerne drei Tage Auszeit, um ein Jahreskreisfest zu feiern. Damit erhalte ich von diesem Orientierungspunkt im Jahreszyklus auf unterschiedlichste Art und Weise wertvolle Impulse. Der längste Tag, die Sommersonnenwende - ist der Höhepunkt der Sonnenbahn, also sicherlich ein besonders bedeutendes Zeit im Jahresverlauf. Zu diesem Höchststand der Sonne passt es auch auf einem Berg zu steigen. Dieses Jahr wählte ich die Gastlosen - in meinem heimatlichen Greyerz gelegen.
 zierliche Kalkberge - rechts die Gastlosen, links der Mitte die Sattelspitzen
Was das Auge wahrnimmt, beeinflusst auch unmittelbar das Denken : so fördert eine offene Aussicht buchstäblich der Überblick und die Weitsicht. An diesem Eckpunkt des solaren Jahres ist es sicher sinnvoll mal eine Weile anzuhalten, sich auch innerlich umzuschauen und eine Zwischenbilanz zu ziehen, was man in diesem ersten Halbjahr getan hat.
 ein der vielen Orte der Kraft unterwegs - Wächter-Fels kurz vor dem Gastlosen-Gipfel
 sinnvolle Auszeit, um sich umzuschauen - über die Gastlosen-Sattelspitzen-Kette
Dieser prächtige Donnerstag habe ich nun mit einem feinfühligen Menschen geteilt mit dem ich ein Kurzfilm-Projekt für nächstes Jahr vorbereite. Am Vortag war ich wie gewohnt bei der Quelle von La Trême - einen Tag ganz für mich allein - vollkommen im Einklang mit der Natur versunken. Der Quellbesuch war einmal mehr besonders schön. Die gute Seite der langen Regenperiode äusserste sich dadurch, dass die Quelle kräftig sprudelte.
 mit jugendlichem Elan schiesst das Wasser heraus und geht die oberirdische Welt erkunden
 anregende Stille im Wald unter der Hauptquelle
Rituale müssen bei Weitem nicht immer diesselbe Form einnehmen : dieses Jahr verzichtete ich auf die Wanderung über Teysachaux und Moléson. Statt dessen nahm ich mir uneingeschränkt Zeit, um durch den Quellwald zu wandeln, mich von der fotographischen Lust getrieben hin und dort zu begeben, und auch vom regional-wirkenden Naturgeist Pan leiten zu lassen. Wann haben Sie sich das letzte Mal einen Tag ganz für sich gegönnt, hatten Sie genug Stille, Freiraum um Sie (und in Sie), um der inneren Stimme zu lauschen, um die Inspiration der Naturwunder auf Sie wirken zu lassen? Das ist meiner Meinung nach von unschätzbarem Wert - das ist eine Ritualform, die jeder ganz ohne besondere Kenntnisse durchführen kann.
Und zum Dritten feierte ich samstags mit meiner Lebenspartnerin : gute Gespräche, gutes Essen, gute Zeit. Jedes Jahreskreisfest ist eine Gelegenheit mal aus dem Alltag zu treten, sich zu sammeln, sich mit den aktuellen Themen des Jahreskreises auseinandersetzen und zu erholen. |
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| 12.06.2016 | **************** | Thema: im Garten |
Zum Glück habe ich keine Rüebli im Garten Ja da bin ich froh, sonst müsste ich jetzt mitansehen, wie sie Angstwürzeli bekommen. Den weissen Würzelchen, die Karotten im durchtränkten Boden oder im nassen Beutel unten im Kühlschrank austreiben, nennt man Angstwurzeln. Nebst allem Mitgefühl für Karotten, stelle ich mir auch die Frage : wie wird der Sommer? Häufig entscheidet sich das Sommerwetter mit dem sogenannten Siebenschläfer zwischen Ende Juni und Anfangs Juli. Die Regel wonach die Wetterverhältnisse in diesem Zeitraum, sieben Wochen lang im selben Stil weiter herrschen, bewahrheitet sich laut Recherchen von Meteorologen in acht von zehn Sommer. Was die frühen Bauern nicht wussten, aber erfahrungsgemäss bemerkten : Anfangs Juli etabliert sich ein Gleichgewicht zwischen den von Süden herströmenden warmen tropischen Luftmassen des Azorenhochs, während kalte polare Luft im Norden entgegen hält. Der Verlauf der dann entstehenden Grenzlinie bestimmt der Sommer. Der Sommeranfang könnte aber anders herum beeinflusst werden. Gemäss MeteoSchweiz stimmen manche Bauernregeln mindestens trendmässig - so auf dem Blog der welschen Version zum 8. Juni 2016, die St. Médard. Es gibt im Welschen besonders viele Bauernregeln zum 8. Juni, die eine besagt : wenn es am 8. Juni regnet, dann regnet es noch weitere 40 Tage lang. Meteosuisse meint dazu, dass eine Regenperiode Anfangs Juni, häufig von weiteren Störungen gefolgt wird. Das Ganze kann sich schnell bis weit im Juli erstrecken - bis 17.7. sind es 40 Tage.
 Was tun bei dem vielen Wasser? Vielleicht Kneippen und sich gedulden bis man die Bergsonne geniessen kann. |
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31.05.2016 03.06.2016 | **************** | Thema: Wanderungen und Inspiration |
Magische Tore und Inspiration-Park Seit November habe ich ganze sieben Monate intensiv nach neuen Ausstellungsmöglichkeiten gesucht, besucht, evaluiert, Projekte entworfen, mich beworben : nun sind die nächsten anderthalb Jahr vorgespurt und ich freue riesig mich auf die kommenden Herausforderungen. Wie immer habe ich parallel dazu die Jahreskreise gefeiert, meine Beziehungen mit der Landschaft gepflegt und erweitert, verschiedentlich geforscht und an mich gearbeitet und Bakterien in der Firma gejagt. Auch die Inspiration stand auf meiner Seite : es entstanden acht neue Werke, zwei Bilder sind momentan noch in Bearbeitung. Hier finde ich endlich Freiraum, um Ihnen die Wechselwirkungen zwischen meine beliebten Landschaften und meine Bilder vorzustellen.
 Baum-Kuss : dieses wunderschöne Paar habe gerade wieder mal besucht und von ihnen die Erlaubnis bekommen darüber zu berichten : es befindet am Rand vom Römerweg zwischen Schwarzenburg und Sense. Hier übrigens organisiert der Naturpark Gantrisch am 10. September 2016 eine Führung zu geheimnisvollen Tuffsinterquellen : => veranstaltungen-natur
 "Umarmung im Frühjahrslicht" 80 x 60 cm - Acryl auf Torchon mit Millefleurs-Bütte - 2013 Baumpaare habe ich schon in jene verschiedene Gegenden beobachtet.Wo starke Orte der Kraft vorhanden sind, wachsen auch vielfach spezielle Bäume. Oft werden sie einfach übersehen : ich setze sie in Szene und öffne Ihnen damit einen Weg zur Natur-Spiritualität. |
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"Der Weg ins Licht" 35 x 50 cm - Acryl auf Esparto-Bütte - 2013 inspiriert von einem magischen Buchentor am Monte Generoso (Tessin) | "Tor ins Elfenland" 40 x 50 cm - Acryl auf Torchon - 2013 inspiriert von einem Tor im Maderanertal siehe Magische Zentralschweiz |
Magische Tore : sie sind grössere von Felsen oder von Bäumen geformte Öffnungen und werden für "Übergangsrituale" genutzt. Auf die eine Seite wird das Alte, z.B. schlechte Gewohnheiten oder Krankheit zurückgelassen, entsprechend vorbereitet tritt man auf die andere Tor-Seite eine neue unverbrauchte Zukunft an. Die Magie wirkt oder eben nicht je nachdem, wie bewusst und gut vorbereitet man den Durchgang vollzogen hat.
Auch im Naturpark Gantrisch sind mehrere "magische Tore" vorhanden : hier unten die sogenannten "Zwillingsbuchen" von Obergurzelen. Das knapp zehn Meter hohe Buchentor steht unmittelbar am Weg zwischen Obergurzelen und Geistsee, bzw. Dittligsee - ja der Naturpark Gantrisch ist mehr als nur ein Besuch wert! |
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alleweil ein schöner und imposanter Anblick
| „Silber- & Goldpaare“ 50 x 70 cm - Acryl auf Torchon - 2013 Lärchen- und Felsenpaar am Bergsee |
 Die Stimmgabel am Wipf ist in erster Linie bei Nadelbäumen anzutreffen : selbstverständlich gibt es naturgegebene Gründe für diese Wuchsform aber auffälligerweise trifft man die Stimmgabeln vermehrt an Orte der Kraft mit elementarer Luftbetonung. siehe auch 

 doppelte Stimmgabel oberhalb vom Merlisee (Glaubenbühl)
weitere aussergewöhnliche Bäume im Naturpark Gantrisch finden Sie unter Baumpatenschaften Eine Erweiterung dieser Webseite mit Naturpark- und Unesco-Perlen ist in Vorbereitung : siehe  |
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